Auferstanden aus Ruinen
Die Ruine der Heiketalwarte entdeckte ich zufällig auf einer Wanderung im
Februar 2003. Ein hohler Zahn, dem die Jahrhunderte alle hölzernen Ein- und Aufbauten
geraubt hatten. Sofort entstand die Idee, den Turm wieder nutzbar zu machen.Ein Projekt, das ich mit meinen handwerklichen und finanziellen Möglichkeiten umsetzen konnte.
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| gefunden | geplant | gebaut |
Nachdem die Gemeinde Zilly als Eigentümer des Turmes feststand, präsentierte ich meinen Sanierungsplan in der folgenden Gemeinderatssitzung, die ich mit einer Zustimmung des Gemeinderates und einem Pachtvertrag verlassen konnte.
Durch die frühe Einbindung des Denkmalamtes in den Sanierungsprozess, konnte der Bauantrag zügig gestellt werden. Nach dem Erhalt der Baugenehmigung konnte Anfang Mai mit den Arbeiten begonnen werden.
Es war geplant, das vorhandene Mauerwerk zu sichern und zu ergänzen, sowie die Mauerkrone auf eine einheitliche Höhe zu bringen. Im Inneren sollten mehrere hölzerne Ebenen eingezogen werden und über Leitern erschlossen werden. Der alte Eingang, in ca. 3,50 m Höhe, sollte mit einer Tür versehen werden und ebenfalls über eine Leiter zugänglich sein. Die oberste Ebene des Turmes sollte ein umlaufendes Fensterband erhalten und mit einem Zeltdach mit Zinkeindeckung abgeschlossen werden.
Für alle Arbeiten stand ein Zeitrahmen von 6 Monaten zur Verfügung, da im Herbst 2003 meine Diplomarbeit begonnen werden musste.
Der Innenraum wurde vom Schutt befreit, der Mauerwerksdurchbruch im Erdgeschoss mit einer Stahltür versehen und anschließend mit Kalkstein zugemauert. Im Anschluss erfolgte der Einbau von provisorischen Arbeitsebenen im Turminneren. Aus Kostengründen erhielt der Turm kein äußeres Arbeitsgerüst.
Ende Mai stand ich das erste Mal auf der Spitze des Turmes und wurde durch das beeindruckende Panorama zusätzlich motiviert.
Die von der Witterung ausgewaschene Mauerkrone des Turmes musste ca. einen Meter abgetragen werden um sie anschließend wieder auf die Ursprungshöhe aufzumauern. Da bis zu diesem Zeitpunkt kein Stromanschluss vorhanden war, konnte das gesamte Material nur mittels eines Flaschenzuges auf die Turmspitze befördert werden. Spätestens bei diesen Arbeiten wuchs mein Respekt vor den mittelalterlichen Handwerkern.
Ende Mai erhielt der Turm einen Stromanschluss und meine Helfer und ich eine Arbeitserleichterung durch einen kleinen Baukran auf der Turmspitze.
Im August konnte die bleibenden hölzernen Zwischendecken, sowie die Stützkonstruktion des Zeltdaches eingebaut werden. Die Dachkonstruktion wurde ebenerdig neben dem Turm zusammengesetzt, mit Zinkblech eingedeckt und Mitte September mit einem Teleskopkran auf die Turmspitze gesetzt.
Im Oktober wurden die Eingangstür sowie alle Fensterelemente eingebaut, so dass der Turm sich in seiner gegenwärtigen Form präsentieren konnte.
Jetzt, da der Großteil der Arbeiten erledigt ist, bleibt Zeit zurückzublicken. Ich bedaure es ein wenig die Aufgabe langsam zu Ende zu bringen, denn es hat trotz der Mühe viel Spaß gemacht.
Es hat sich gelohnt.






