Schaufenster 11.07.2004
Leser schreiben an „Schaufenster“Sagen um die Heiketalwarte
Die Heiketalwarte wurde 1280 erbaut und gehörte zum Wartensystem der Stadt Halberstadt. Sie wurde 1425 zerstört und im Jahre 1454 aus den Resten der Ohlenburg, einer Raubritterburg nahe dem Dorf Badersleben, neu aufgebaut.Die Sage berichtet von einem unterirdischen Gang, der von der Heiketalwarte bis zur Wasserburg Zilly verlaufen soll. Diesen Gang gab es in Wirklichkeit nicht! Aber es gab in alter Zeit Koprolithenschächte, die Stolle reichten vom Sandklint bei Zilly bis nahe an die Sonnenburg heran.
Eine andere Sage berichtet von einem kopflosen Raubritter, der in schwarzer Rüstung neben der Warte spukt, wegen seiner bösen Taten wurde er verflucht. „Erst wenn der Hoikentalturm in Trümmern lieget, wird der schwarze Ritter vor dem Herren erlöset!“
Wie die Heiketalwarte zu ihrem Namen kam, ist schwer zu ergründen, mündlich überliefert wurden Eichentalsturm und Heiligentalswarte.
Im Jahr 2003 führte der Architekt Klaus Wilken Weseloh aus Braunschweig mit Hilfe ortsansässiger Firmen umgangreiche Reparaturarbeiten durch.
Heute befindet sich die Heiketalwarte in einem guten Zustand und kann im September zum alljährlich stattfindenden „Tag des offenen Denkmals“ besichtigt werden. Denn in diesem Jahr begeht die Heiketalwarte das 550-jährige Jubiläum ihres Neuaufbaus!
von Hartmut Neubauer,
Zilly
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